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Werner Mansholt

Werner Mansholt

geb. 1949, lebt und arbeitet als Fachanwalt für Arbeitsrecht und Fotograf in Darmstadt. Er verfolgt seit Jahren engagiert seine Fotoprojekte und unsere verlegerische Arbeit. Seine Bilder entstehen überwiegend auf Reisen und lassen den Betrachter die Atmosphäre bei der Entstehung des Bildes sinnlich spüren.

Copyright für alle Abbildungen by Häusser Media und Werner Mansholt. Die Fotogalerien zeigen nur eine Auswahl der Fotos. Wenn Sie an einer Ausstellung, einem Vortrag, am Kauf von Bildern oder Bildrechten von Werner Mansholt interessiert sind, setzen Sie sich bitte mit uns in  Verbindung


Fotograf aus Leidenschaft

Auf der Leiter, die die Männer tragen, liegt ein in weißes Tuch gehüllter Leichnam. Der Trauerzug nähert sich dem Verbrennungsplatz. Werner Mansholt fotografiert. Das Holz für den Scheiterhaufen ist bereits in Stapeln aufgebaut. Dem toten Körper wird der Schmuck abgenommen. Irritierte Blicke richten sich auf den deutschen Fotografen. Ihn überkommt ein beklemmendes Gefühl. Er ist zwar überwältigt von der Zeremonie, spürt aber gleichzeitig, dass seine Anwesenheit nicht länger erwünscht ist. Respektvoll zieht er sich zurück. Werner Mansholt ist es wichtig, bei seinen Aufnahmen nah dran zu sein am Geschehen. Aber er ist sensibel genug, um zu wissen, wie weit er gehen darf und wann er fehl am Platze ist.



Foto: Mansholt


Der Fotograf aus Leidenschaft ist hauptberuflich Rechtsanwalt und liebt das Reisen. Fremdheit, so erklärt der Darmstädter, ist etwas, mit dem man umzugehen wissen muss. Er war bereits in Namibia unterwegs, auf Kuba, in Indonesien, Bali, Mexiko und Costa Rica. Immer dabei: seine Leica M6. In diesem Jahr zog es Mansholt nach Indien. Zum zweiten Mal bereiste er den südasiatischen Subkontinent, an dem ihn vor allem die ?intensive Lebensunmittelbarkeit" beeindruckt. Die Menschen dort sind extrem offen, sagt er, neugierig, emotional und gleichzeitig sehr sinnlich. Nicht zuletzt ihr Sinn für intensive Farben begründet die starke Faszination, die Werner Mansholt für Indien empfindet.


Der Bundesstaat Rajasthan im Nordwesten des Subkontinents ist besonders reich an touristischen Attraktionen und bedeutenden Bauwerken. Prächtige Maharadscha-Paläste, monumentale Festungen und das berühmte Mausoleum Taj Mahal sind hier zum Beispiel zu besuchen. Mansholt ließ sich auf seiner Rundreise durch Städte wie Jodhpur, Jaisalmer, Jaipur und Agra aber eher von anderen Motiven fesseln, wenn er mit dem Blick des aufmerksamen Flaneurs das Land durchwanderte, in dem sich das Leben fast ganz auf der Straße abspielt: leuchtende Farbkontraste, Schattenfülle, die zu grafischen Kompositionen reizen, und immer wieder Momente aus dem Alltag der Bewohner, zu Bildern verdichtet, die eine Geschichte erzählen. So entdeckte er etwa den erschöpften Inder, der Erholung im Schlaf auf einem Holzstapel sucht. Oder den Mann, der in sich zusammengefaltet eine Zeitung liest.



Fotos: Mansholt


Seit 30 Jahren fotografiert Werner Mansholt ausschließlich in Farbe - für ihn ein Mittel des klaren Ausdrucks und Symbol von Lebenskraft. Schon sein Vater hat mit einer Leica fotografiert. Er arbeitete in einer kleinstädtischen Foto-Drogerie und wurde für Aufnahmen bei Hochzeiten, Taufen und Geburtstagen verpflichtet. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs ging die Kamera verloren, doch die Leica-Leidenschaft übertrug sich auf den Sohn, der ihr mit großen Ambitionen frönt. Kein Geringerer als Henri Cartier-Bresson prägte das Motto, dem Werner Mansholt sich verschrieben hat: Fotografieren bedeutet, Kopf, Auge und Herz auf eine Linie zu bringen. Es ist eine Art zu leben.

 

Leica Fotografie International 1/2005. Text:Katja Hübner 


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